AV Weil am Rhein e.V.

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Rhein

Äschenbesatz 21.06.04-012DSC00265.JPGSeit 1965 sind wir Mitpächter am Oberrhein zwischen Basel und Rheinweiler auf einer Strecke von 16,9 Kilometer Länge.
Der industrielle Aufschwung brachte starke Belastungen des Rheins mit giftigen und übel riechenden Abwässern mit sich. Die Wasserverhältnisse im Rhein besserten sich mit den Jahren zusehends durch die Inbetriebnahme von Kläranlagen in der Schweiz, im benachbarten Elsaß und Bändlegrund für den Bereich Weil – Lörrach. Durch die Signalwirkung des Sandoz Unglücks im Jahre 1986 gab es einen weiteren Schub für die Zukunft zum verstärkten Schutz unserer Gewässer vor allem der Lebensader Rhein. Seit 2014 sind wir zusammen mit 7 weiterem Vereinen der Interessengemeinschaft Altrhein (IGAR) angeschlossen.

Mit der Pachtübernahme der gesamten Altrheinstrecke per 1. Januar 2014 von Märkt bis Breisach (ohne die Strecke Neuenburg, altes Fischereirecht) durch die IGAR als Pachtgemeinschaft aller bisheriger Altrheinpächter sollen die fischereilichen und gewässerökologischen Belange des Altrheins noch deutlich besser und vor allem effizienter vorangebracht werden. Damit wird für uns bisherigen Pächter eine Arbeitsentlastung erfolgen. Daneben hat eine „große“ Pachtgemeinschaft in der IGAR, die mit „einer Zunge“ die fischereilichen Interessen vertritt, bei der Verfolgung und Durchsetzung unserer Anliegen und Forderungen deutlich mehr Einfluss und Gewicht.

Im Vordergrund der IGAR-Tätigkeiten stehen dabei der Aufbau und die Sicherung eines dem Gewässer angepassten Fischbestands. Nach einhelliger Meinung aller Pächter – bestätigt durch Fangstatistiken und behördliche  Befischungen – sind die Bestände vor allem der strömungsliebenden, Altrhein-typischen Arten wie Äsche und Forelle, aber auch anderer Arten,  „erschreckend“ niedrig. Hier will die IGAR-Pachtgemeinschaft sofort und mit erheblichen Mitteln Bestandsaufbau leisten. Bestandssicherung wird ebenfalls im Vordergrund stehen. Dazu sollen weitere gewässerökologische Maßnahmen wie Schaffung von Laichplätzen und Verbesserung des Anschlusses von Nebengewässern vorangebracht werden. Daß diese beiden maßgeblichen Ziele, aber auch die anderen, in der Satzung der IGAR genannten Aufgaben in einer „großen“ Pachtgemeinschaft  schneller und effizienter erreicht werden können, liegt auf der Hand.

 

 

Redynamisierung Altrhein

  Ortsbegehung vom 02.06.2014. Bedingt durch die vielen Staustufen oberhalb unserer Rheinstrecke ist der natürliche Kieshaushalt im Fluss gestört, es findet kaum mehr Eintrag und Transport von Kies in unterschiedlicher Korngröße statt. Durch die geringe Wassermenge und dem fehlenden Kies entsteht auch die größtenteils verfestigte Sohle, welche das Lebensraumpotenzial im Altrhein begrenzt. Kieslaicher brauchen feinen …

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